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Es geht darum was du daraus machst – 3. Kapitel

Ich schlenderte durch die Nacht, durch die Stadt, es war mehr als kalt und verdammt unbequem auf den hohen Schuhen doch trotzdem ging ich zu allen besonderen Plätzen in meinem Leben. Ich ging zum Laden wo ich arbeitete, es hat mir so gefehlt. Ich ging zur Uni, wo ich mein Jura Studium anfing und wegen dem Laden wieder schmiss. Ich ging zu meiner liebsten Boutique, mein halber Kleiderschrank ist von dort. Wann war ich das letzte Mal da? – Schon zu lange her. Ich ging zum Haus meiner Eltern, wo ich aufgewachsen bin. Ich ging zur Wohnung meines Bruders, also daran vorbei. Ich ging zum Park, wo ich die meiste Zeit mit meinen Freunden verbrachte. Ich ging in die Innenstadt, an allen Clubs und Bars vorbei, früher war ich jedes Wochenende betrunken hier auf und ab gehüpft zur Musik, die man noch aus den Clubs hören konnte. Manchmal bin ich gestolpert und gefallen Mila und die anderen haben mich immer ausgelacht und Eliajh hat mich dann immer wieder hochgehoben und ein Kuss auf die Stirn gegeben und gefragt ob ich lieber nachhause will. Ich rülpste, die Mädels jubelten und ich tanzte weiter. Gott, ich war so peinlich kein Wunder, dass er das Weite gesucht hat. Aber auf meinem Ausflug sah ich genug Mädels die genauso peinlich waren. Ein junger Mann kam schwankend auf mich zu: „Baby, Baby warte! Komm her!“. Ich schubste ihn weg, er fiel und lachte. „Was gibt es da noch zu lachen?“, murmelte ich vor mich hin. Ich lief ein paar Schritte, schaute nochmal hinter mich, atmete tief durch und ging wieder normal weiter. Die Innenstadt verlassend ging ich zur Spree. Ich setzte mich auf eine Bank und atmete die noch vom Regen feuchte Luft ganz tief in meine Lunge. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Die Stadt blinkte, leuchtete, pulsierte, lebte. Was tat ich die letzte Zeit? Genau das Gegenteil. Kurz bemitleidete ich mich selber aber dann wollte ich mich plötzlich fast selber schlagen, weil es ja in meiner Hand lag. Ich lachte den Kopf schüttelnd. Es hörte auf zu Regnen und die Vögel wurden wach. Die Sonne legte sich langsam über die Dächer und meine Augen wurden ganz schwer.

Ich fand mich auf einem riesigen Feld. Der Himmel grau. Wind bläst mich fast um. Ich stemme mich mit aller Kraft dagegen. Wende meinen Kopf zur Seite und sehe einen Drachen steigen. Ich strecke meinen Kopf höher um den Drachen besser sehen zu können, war wie im Rausch. Ich wehrte mich nicht mehr, wollte mich einfach fallen lassen, doch stattdessen bin ich einfach abgehoben. Ich flog genau wie der Drache. Und ich war auch nicht mehr auf dem Feld, sondern über der Stadt. Es war hell und ich konnte alle Leute sehen wie sie ihrer Arbeit nachgingen. Ich flog immer höher und kam rückwärts mit dem Hinterkopf im Wasser auf. Das Wasser zog mich immer weiter nach unten, oben sah ich noch die Stadt. Das Wasser war dunkel man konnte nichts sehen. Je tiefer ich sank, desto weniger Luft bekam ich. Ich strampelte wild mit Armen und Beinen aber ich sank immer weiter. Bis ich dann mit dem Rücken auf Asphalt landete. Ich spürte den Aufprall in jedem Knochen, hustete Wasser aus. Ich stand auf und sah nichts um mich herum außer die Straße und nichts als Einöde. Man konnte nichts am Horizont erkennen. Die Sonne knallte von oben. Das Licht stach in meine Augen und behinderte die Sicht. Ich versuchte der Straße zu folgen, doch kam immer wieder ab und ging immer neben ihr her. Meine Füße bluteten von den Steinen am Wegesrand, der Schweiß floss, wie ein Wasserfall an mir runter. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr und konnte nur noch kriechen. Es wurde immer schwerer bis ich mich schließlich einfach hinlegte und die Augen schloss.

Die Vögel zwitscherten immer lauter, ich sprang von der Bank und hielt mich am Kopf der zu zerplatzen drohte. Was zur Hölle mache ich hier? Es war hell, die Sonne schien und auf dem Handy stand sieben Uhr. Ach du scheiße… Ich habe die ganze Nacht hier geschlafen. Ein Wunder, dass ich nicht beraubt wurde. Ich erinnerte mich an meinen Traum, ich fühlte mich so leicht, wie betäubt, mir war alles egal, so als wäre es selbstverständlich über Häuser zu fliegen. Warum habe ich solche Kopfschmerzen? Ich habe gestern nichts getrunken. – Also für meine Verhältnisse nichts. Ich fühlte mich so alleine, ich wollte nicht alleine sein. Ich rief Mila an und bat sie mich abzuholen. Sie war total verwirrt, als ich berichtete wo ich gelandet bin, aber sie kam sofort.

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Es geht darum was du daraus machst – 2. Kapitel

Solange ich noch Sturmfrei hatte und der Freitag noch nicht ganz zu Ende war, nutze ich doch meine Gelegenheit und zog um die Häuser, wie man das so schön sagt. Ich lackierte mir meine Nägel in einem feurigen rot, lockte meine blonden Haare, rasierte meine Beine, schminkte mich nach Monaten mal wieder ordentlich inklusive rote Lippen, zog ein verboten enges schwarzes knielanges Kleid an, goldene Ohrringe, Clutch und das wichtigste: Spitze rote hohe extrem unbequeme High-Heels. Ich lächelte mich selbst im Spiegel an und fühlte mich gut. Natürlich musste es immer noch regnen. Es ist schon ein wenig komisch alleine abends etwas zu unternehmen aber mal sehen wie lange ich wirklich alleine bleibe.

Ich ging in meine Lieblingsbar wo mich der Barkeeper schon am Klang meiner Schuhe erkannte und ich nicht mal bei der Theke angekommen sein musste damit mein Drink dort schon stand – Gin Tonic. Vielleicht habe ich es mit dem Outfit etwas übertrieben aber ich wollte auffallen. „Tanja! Hab dich ja schon Ewigkeiten nicht mehr hier gesehen. Du siehst mega aus!“, Rick, der Barkeeper.

„Hey Rick, schön dich zu sehen. Ja… ich… ich hatte viel um die Ohren“, ich atmete laut aus, „kompliziert…keine Ahnung.“

„Verstehe“, er musterte mich aufmerksam, „aber nicht so kompliziert, dass Alkohol es nicht lösen kann oder?“, er grinst liebevoll und hält mir die Flasche hin, „Heute vielleicht etwas Stärkeres? Zum Beispiel Wodka?“

„Rick du bist der beste! Genau das brauche ich.“

Ich lachte und er schüttete uns zwei Pinnchen Wodka ein und wir tranken, ich schob mir schnell ein Stück Zitrone in den Mund. Nach ein paar Runden und einigen netten Gesprächen mit den anderen Stammkunden wurde ich lockerer, was Rick merkte und versuchte mit mir zu reden: „Sag mal Tanja, wo warst du die letzten Wochen? Ich habe übrigens Eliajh ganz schön oft hier gesehen. Alleine. Hat sich immer die Kante gegeben und erwartungsvoll zur Tür geschaut. Hat sich nach dir erkundigt, tja aber ich konnte ihm auch nicht helfen, weil du dich ja nicht blicken lässt.“ Ich schaute ihn an, er blickte mich mitfühlend an und schüttelte den Kopf. „Gabriel…er hat mich hier in der Bar sogar angerufen und gefragt ob du da bist, weil er dich nicht erreichen konnte. Nicht nur einmal. Mit Gabriel hätte es so schön werden können Tanja… Du hast ihm auch nichts erklärt oder? Mensch… Ich habe auch keine Ahnung es tut mir so leid aber ich bin so sauer. Ja sauer. Schau mich nicht so an! Du kannst uns das doch nicht antun. Einfach verschwinden.“, selbst wenn er wie er sagt sauer ist blieb er ganz ruhig und sprach sanft zu mir.

„Rick! Heute sollte eigentlich mein Comeback werden. Ich wollte mir keine Predigt von dir anhören. Ich bin zum Feiern hier. Wenn du es unbedingt wissen willst – ich war zuhause. Genau, einfach zuhause hab mich eingesperrt und mit niemanden kommuniziert. Ich hatte Probleme mit mir selbst. Geht dich nichts an verdammt nochmal!“, ich wurde lauter als ich wollte.

„Du brauchst nicht zu schreien Tanja, ich stehe direkt vor dir.“

„Ach halt doch die Fresse“, ich drehte mich um und machte einen filmreifen Abgang, die Leute grölten und applaudierten mir aber nur, weil sie nicht wussten worum es ging – und natürlich, weil sie betrunken waren. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Ich rief mir ein Taxi und wollte einfach nachhause. Obwohl da war ich schon die ganze Zeit, langsam wird es Zeit für Abwechslung. Das Taxi hielt vor mir an, ich machte die Tür auf: „Hab’s mir anders überlegt“, es fuhr weiter, der Fahrer schüttelt nur den Kopf. Zufriedenen und mit geöffnetem Regenschirm ging ich die Straße entlang.

Im Leben geht es nicht darum was dir passiert, sondern wie du damit umgehst – was du daraus machst. Mir ist nichts Schönes passiert, was spielt für die Geschichte keine Rolle, da kann jeder rein interpretieren was er will. Das Problem ist wie ich damit umgehe. Ich weiß und ihr wisst, dass meine Freunde recht haben. Es ist nur so verdammt schwer stark zu sein, wenn alle es von dir erwarten, weil du es bisher immer warst, aber du einfach nicht mehr stark sein kannst. Irgendwann ist die Kapazität ausgeschöpft und man will einmal schwach sein. Leute sind dann völlig perplex, weil du immer die starke Frau warst und den anderen immer in einer schwachen Minute in den Arsch getreten hast, weil du es immer warst die über Weicheier gelacht und sie nie verstanden hast. Jetzt bin ich selber eins. Weich. Schwach. Kaputt.

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Es geht darum was du daraus machst – 1. Kapitel

Ich schrie so laut ich konnte. Nicht unbedingt, weil ich es wollte, sondern der Schrei kam einfach aus mir heraus, tief aus mir heraus. Große Tränen liefen über mein Gesicht, eine nach der anderen. Sie liefen mir das Gesicht runter, bis zum Kinn und tropften runter auf mein T-Shirt. Ich schluchzte laut auf und holte mir ein Taschentuch. Ich konnte mich einfach nicht beruhigen, irgendwann kauerte ich auf dem Boden und weinte ohne Tränen. Im Hintergrund lief Musik. Regen prasselte an die Fenster. Das Telefon klingelte. Wie im Film. Ich hörte auf, konnte das Geräusch im ersten Moment nicht zuordnen bis ich dann aufgestanden bin und verstanden habe, dass es das Telefon war. Bin ich überhaupt in der Lage jetzt ein Gespräch entgegen zu nehmen? Nicht wirklich…. Aber der Anrufer war hartnäckig und probierte es direkt ein zweites Mal. Muss wohl dringend sein. Ich brachte nur ein krächzendes „Ja“ raus. Ich räusperte mich und hörte wie eine ganz leise Stimme anfing zu reden. „Ich höre sie schlecht. Reden sie lauter.“, sagte ich schließlich.

„Ich bin es Mila. Ich wollte endlich deine Stimme wieder hören und fragen wie es dir geht. Ich mach mir Sorgen. Du meldest dich gar nicht.“, sie räusperte sich auch.

Ich seufze: „Mir geht es gut. Alles bestens. Ich brauchte nur etwas Zeit. Ich denke, dass ist verständlich oder? Ich komme am Montag wieder in den Laden.“, man hörte förmlich wie Mila überlegte was ich gesagt habe und was sie darauf antworten sollte, „Mila ehrlich, alles in bester Ordnung. Du kennst mich doch, ich bleibe nie lange am Boden liegen.“

„Weißt du wie ironisch das klingt, wenn man bedenkt, dass du schon zwei Wochen am Boden liegst? Tanja das sieht dir gar nicht ähnlich, schon zwei Wochen sperrst du dich in unserer Wohnung ein und redest mit niemanden. Du hast sogar den Geburtstag deines Bruders vergessen.“

„Wie vergessen? Wann denn?“. Sie atmet ganz tief ein: „Gestern.“

Aus meinem Mund kam nur ein kaum hörbares „Oh.“

Mila ist meine beste Freundin und Geschäftspartnerin, zusammen haben wir ein Saftladen im wahrsten Sinne des Wortes, ein typisches Start-Up, wie so viele in letzter Zeit. Viele Menschen wollen jetzt selbstständig werden und ihr eigenes ausgefallenes Unternehmen gründen. Mila und ich sind schon drei Jahre dabei, es läuft überraschend gut. Wir leben in Berlin. Wir leben unseren Traum in Berlin. Könnte nicht besser laufen.

„Genau – Oh. Mehr hast du nicht zu sagen? Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Gabriel hat mich angerufen und gefragt wo du bist, weil dein scheiß Handy aus ist.“, ich schaue auf den Esszimmertisch, wo mein Handy liegt, „Er hat es sogar ganz Old-School mit einer Email probiert aber du antwortest ja nicht. Was muss ich für ein Glück haben, dass dein blödes Telefon gerade nicht aus ist…“

Während sie weiter auf mich einredete gehe ich zu meinem Laptop und checke meine Mails, was ich wirklich schon zwei Wochen nicht gemacht habe. Der Ungelesen-Order läuft über. Geschäftliches, Spam, Freunde, das Übliche.

„Tanja!“, entriss mich Mila wieder aus meinen Gedanken, „Hörst du mir überhaupt noch zu? Erinnerst du dich noch an Frau Eras unsere älteste Stammkundin und gute Freundin. Erinnerst du dich noch an diese reizende Frau?“

„Selbstverständlich. Was ist das für eine Frage? Ich könnte Frau Eras nie vergessen.“, meine Stimme versagte beim letzten Wort.

„Hast du dann etwa vergessen, dass Frau Eras ein schwaches Herz hat? Sie macht sich schreckliche Sorgen. Als sie erfahren hat, dass es dir so schlecht geht ist sie fast ins Krankenhaus gekommen. Sie hat Angst um dich Tanja. Hörst du? Leute sorgen sich um dich! Viele Leute! Frau Eras ist nicht die einzige. Alle Mitarbeiter vermissen die wahre Chefin. Ich kann dich nicht ersetzen. Sogar dein Ex Eliajh hat sich bei mir gemeldet, weil er dich lange nicht mehr im Fitnessstudio gesehen hat. Sogar das Arschloch macht sich Sorgen um seine liebste Kundin.“, sie lacht bitter, „Tanja sag doch was Mensch!“.

„Ja ist ja schon gut. Ich merke Menschen sorgen sich und worauf willst du hinaus?“

„Worauf ich verdammte Scheiße hinauswill? Ist das dein Ernst?“, sie lachte laut, „Tanja wir wollen dir alle helfen! Bitte geh den nächsten Schritt und nimm die Hilfe an und komm wieder in die normale Welt, wieder zurück zu uns. Wir brauchen dich. Du brauchst uns auch. Wir sind da für dich, immer. Und bist aber nicht da. Vielleicht denkst du es wäre schwach dich uns zu öffnen, dann kann ich dir sagen, dass das Bullshit ist. Im Gegenteil zeugt es von Stärke, wenn man sich in schweren Zeiten öffnen kann. Das ist vollkommen normal, dass man durch schwere Zeiten geht und Freunde und Familie einen daraus holen. Nur du musst es auch wollen. Verstehst du? Und besonders will ich in unsere Wohnung zurück, sie gehört nicht nur dir. Ich kann nicht ewig bei meinen Eltern wohnen. Ich bin nicht mehr 18. Du hattest deine Zeit alleine.“

„Ja natürlich du kannst wieder einziehen. Es war wirklich unendlich toll von dir, dass du das gemacht hast für mich. Das hat mir echt geholfen.“

„Na wenigstens ein Anfang. Montag sagst du kannst du wieder arbeiten? Sicher? Bist du wieder soweit?“

„Ja ich schaffe das.“

„Sehr gut, also das heißt noch ein paar Tage durchhalten. Ich komme dann morgen wieder in die Wohnung. Wenn du noch einmal sowas abziehst werde ich meinen Schlüssel für die Wohnung benutzen und dir jeglichen Unfug aus dem Kopf prügeln. Das war das letzte Mal, dass ich so nett war.“

„Danke Mila. Bis Morgen“.

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5. Kapitel

Und wirklich wartete er nach einer halben Stunde draußen auf mich. “Liam bist du komplett verrückt geworden? Ich hab morgen Schule”, sagte ich beim Einsteigen. “Hallo ich freue mich auch dich zu sehen.” Ich grinste. Er schaut mich kurz prüfend an, lehnt sich zufrieden zurück in den Sitz und fährt los.
Wir fuhren auf leeren Straßen in eine der wenigen Imbissbuden der Stadt die noch offen haben. Extra für die, die nach der Party hunger haben. Nur das unsere Party gerade beginnt. Wir bestellten uns fast alles von der Karte und saßen bestimmt zwei Stunden nur am Essen. Alberten herum, lachten, sprachen über ernstes, schauten uns tief in die Augen …
Irgendwann macht aber auch die beste Imbissbude zu und wir fuhren einfach los ohne Plan wohin einfach der Nase nach. Langsam geht die Sonne auf. Der Himmel ist klar, keine einzige Wolke- wie bestellt. Aus einem dunklen rot verwandelt sich der Horizont langsam in ein tiefes orange bis man die gewohnte gelbe Sonne sieht und der Himmel strahlend blau wird. Wir fuhren zu einem Aussichtsplatz von wo aus einem die ganze Stadt zu Füßen liegt. Er dreht sich zu mir um, macht das Auto aus- alles still.
Dieses Gefühl von vollkommener Zufriedenheit strömt durch meinen Körper. Was ein belebendes Gefühl wach zu sein wenn noch alles schläft.
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[pi_wiloke_quote quote=”Gefühle sind dem klaren Denken feindlich.” author=”Sherlock Holmes”]
Und ich kann schon lange nicht mehr gerade aus denken.

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4. Kapitel

Die Ferien vergingen somit begann unser letzes Schuljahr. Ich stieß einen erleichterten Seufzer aus als es endlich zur Pause klingelte. So konnte ich an die frische Luft mir war nämlich nicht gut bei dem Gedanken an Liam.  Die Sonne knallt auf den Asphalt, der erste Tag ist zum Glück geschafft. Den Schulhof überquerend sehe ich Liam, grinsend in seinem Cabrio. “Hey Alex, komm ich nehme dich mit!”, ruft er durchs Fenster. Ich versuche ganz cool zu bleiben:”Hat dich etwa die erst beste abserviert? Und du wartest auf die nächst beste?” “Ich warte auf dich.”, er verzieht keine Miene. ” Na dann soll das Warten ja nicht umsonst gewesen sein.” Zufrieden fuhr er los. “Musst du nicht arbeiten oder so?” “Ich bin selbstständig. Kann mir meine Zeit selber einteilen.” “Selbstständiger Taxi-Fahrer? Oder nein, Youtuber!” Er schaut mich ernst an, dann wieder auf die Straße und lacht. “Nein ich bin Autor.” “Wow, gibt es schon was von dir zum lesen?” “Bald.” “Uhh ich krieg die erste Ausgabe.” “Versteht sich von selbst.”, zwinkert er mir zu. Als wir vor meinem Haus standen, bleib ich noch sitzen und atme laut aus. “Was ist?” Ich erzählte ihm von meinem Traum in der Nacht nach der ‘Park-Party’ . Er mustert mich ganz genau. “Du erinnerst dich nicht?” “Nein” “Das ist genauso passiert.” Ich schaue ihn nicht an, steige einfach aus und gehe. Verdutzt, ruft er mir noch was nach was ich aber nicht verstehe.
-Hey Alex, ich bin in dreißig Minuten da. Ich will dich sehen. Ohne Widerrede!- Kurz vor 12 starre ich auf mein Handy, lese die Nachricht und verfalle ein wenig in Panik.

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